Mrs. Bird, war eine alte Frau, die es liebt abends sich mit ihren Freundinnen zu treffen. Meist taten sie dies in einem kleinen Restaurant. Dort unterhielten sie sich über die toten Ehemänner, den neusten Klatsch oder einfach welche Leiden sie hatten.
Eine andere Freude von Mirs. Bird war ihre Hündin Tiffy. Sie war ein kleiner Mischling und ihr ganzer Stolz. Tiffy gehorchte aufs Wort und konnte wahre Kunststücke vollführen. Von den Nachbarn wurde Tiffy wegen ihres Blickes und ihres Verhaltens geliebt. Oftmals statteten Nachbarskinder der alten Frau einen Besuch ab und spielten mit Tiffy, aßen Kekse und tranken Milch mit ihr. Sie mochte die Kinder, denn sie hielten Sie jung.
Wenn Mrs. Bird abends nach einem guten Essen nach Hause kam, legte sie sich erschöpft in ihr Bett und lies sich von Tiffy kurz die Hand ablecken. Dies beruhigte sie immer, weil sie Angst vor Einbrechern hatte. Außerdem wusste sie dann immer, dass es ihrer Hündin gut ging.
So kam Mrs. Bird auch diese Nacht nach Hause. Sie war wieder total erschöpft. Sie hatte über ihren verstorbenen Mann erzählt und wie er damals den Kampf gegen den Krebs verloren hatte. Ihre Freundinnen hatten zusammen mit ihr wieder im Lokal geweint.. Es war zwar schlimm für sie über ihren verstorbenen Mann zu reden, aber sie brauchte es, um es zu verarbeiten.
Mrs. Bird ging die Treppe hinauf und sah sich nach Tiffy um, konnte sie aber nirgends entdecken. „Sie ist wohl noch unten in der Küche und frisst noch eine Kleinigkeit“, dachte die Frau und zog sich ihren Schlafanzug an. „Eigentlich müsste sie ja noch die Zähne putzen und sich dann bettfertig machen“, dachte Mrs. Bird, aber sie war zu müde und zu schläfrig. „Eine Nacht wird meine Zähne ja nicht verfaulen lassen.“, mit diesen Gedanken kroch sie unter die Decke und ließ ihre Hand am Bett hinunterhängen. Im Haus war es ruhig. Plötzlich wurde ihre Hand abgeleckt.. „Auf Tiffy war eben immer noch verlass“, dachte sie und schlief beruhigt ein.
Das Zwitschern der Vögel weckte Mrs. Bird langsam auf. Sie mochte es auf diese Weise geweckt zu werden. „Was gab es schöneres, als bei dem allmorgendlichen Klang der Vögel aufzuwachen und zu wissen, dass ein neuer Tag vor der Tür steht?“ dachte sie und ging langsam in das Bad.
Als die sie die Tür öffnete traf sie der Schlag. Der Boden und die Wände waren voller Blut. Über der Badewanne hing ein blutiges etwas. Mrs. Bird schlich langsam darauf zu und achtete darauf nicht in die Blutlachen zu treten. Das Etwas drehte sich langsam um die eigene Achse. Als Mrs. Bird nahe genug an dem Etwas war, erkannte sie es: „ Tiffy! Nein, ....was hat man mit dir gemacht? Tifielein,... nein, wer macht so was schreckliches?“ wimmerte sie. Tränen liefen ihr über das Gesicht, sie begann bitterlich zu weinen und schaute fassungslos auf das blutende Fellknäuel, was einst ihre geliebte Tiffy war. Plötzlich klatschte etwas in die Wanne hinein. Mrs. Bird sah nach unten und entdeckte etwas von Tiffys Eingeweiden. Ein weiteres Klatschen folgte, immer mehr Eingeweide quollen aus Tiffy hinaus und landeteten in der Wanne, wo sie blutige Abdrücke hinterließen.
Sie schrie auf und hielt sich die Hand vor ihr Gesicht. Bei jedem aufklatschen zuckte sie zusammen. Mrs. Bird konnte den Anblick nicht länger ertragen und drehte sich zur Tür um und wollte zum Telefon gehen, um die Polizei zu rufen.
Sie hielt mitten in der Bewegung inne, etwas stand links von ihr an der Wand. „Jemand hatte etwas mit dem Blut Tiffys an die Wand geschrieben“, schoß es ihr durch den Kopf und sie begann zu lesen:“ Nicht nur Hunde können lecken!“