Montag 12.10
Susan Baker stand vor dem Fenster ihres teuren Apartments mitten in der Stadt. Sie beobachtete den grauen Himmel und dachte daran, wie es soweit kommen konnte. Stets hatte sie geglaubt was aus ihrem Leben machen zu können. Die Schule absolvierte sie als Jahrgangsbeste. Mit ihren schwarzen langen Haaren, den braunen etwas asiatisch wirkenden Augen und italienischen Hauch ihrer Mutter, wirkte sie sehr anziehend auf die Männerwelt. Blanker Zufall wollte es damals, dass sie bei der „Galen Times“ landete. Es war wie immer ein Mann gewesen, der sie dazu brachte ihr Talent bei diesem Blatt zu versuchen. Drei Monate später trennte er sich von ihr, weil er das Gefühl hatte etwas im Leben zu verpassen. Sie blieb in Galen und probierte das Beste aus der Sache zu machen.
Susan wandte sich von dem Fenster ab und machte sich fertig für einen neuen Tag der monotonen Arbeit. Ihre Wohnung glich einem Labor. Die Zimmer waren in sterilem weis gestrichen, keine Bilder hingen an den Wänden, bloß das blanke Weis durchzog die Räumlichkeiten. Sue hasste es, wenn alles zu bunt war- es war dann einfach unordentlich. Ihr Ordnungstick bestimmte oft ihr Leben, in der Redaktion hatte sie den saubersten Arbeitsplatz und jeden Abend nach der Arbeit putzte sie noch, bis ihre Wohnung glänzte. Es half ihr sich zu entspannen.
Als sie den allmorgendlichen Berufsverkehr hinter sich gebracht hatte und etwas durchnässt in der Redaktion angekommen war, wartete schon die erste Überraschung auf sie. Eine Email von Todd. Sie setzte sich und merkte nicht, dass sie den nassen Mantel anhatte und ihren Bürosessel volltropfte.
Sue,
um 9.00 Uhr haben wir Redaktionsbesprechung. Bitte erscheine pünktlich und bringe deinen Artikel über diese Straßengang mit, erst wird Zeit, dass wir ihn abdrucken.

Gruß,
Todd Stevens

PS: Jemand hat für dich angerufen, habe ihm deine Handynummer gegeben.


Sue stöhnte auf. Todd wusste genau, dass der Artikel noch nicht fertig war. Sie brauchte noch ungefähr eine Woche bis es soweit war und seit einem Monat drängte er sie ihn zu veröffentlichen. Da war es wieder, das Problem mit den Männer, nie konnte man ihnen etwas Recht machen. Jetzt hatte er auch noch einer wildfremden Person ihre Handynummer gegeben. Das war bestimmt wieder so ein Verrückter, der meinte er hätte jemanden umgebracht oder hätte ein Ufo gesehen. Jedes Mal das gleiche. Sie sammelte ihre Unterlagen, warf den nassen Mantel auf einen Stuhl ihres kleinen Büros und begann die letzten Seiten auszudrucken, damit sie für Todd ein Ergebnis hatte. Als sie gerade ihr Büro verlassen wollte klingelte ihr Handy: „ Susan Baker, Galen Times“, was gibt es?“, sagte sie in ihr Handy und man merkte schon an dem Unterton in ihrer Stimme, dass im Moment nicht der passende Zeitpunkt war, sie in ein langes Gespräch zu verwickeln.
„Morgen, ist Dave Johnson zu sprechen?“, klang es seltsam verzerrt aus dem Hörer. „ Nein, er ist noch nicht in der Redaktion. Sie haben wohl die falsche Nummer gewählt, hier ist nämlich Susan Baker.“ „Ich weiß, wer am Apparat ist. Ich habe auch extra um diese Nummer gebeten. Denken sie bitte an den Artikel über die Sekte, Miss Baker. Für Dave ist es enorm wichtig, dass der Artikel heute noch erscheint.“. unterbrach der Mann sie. „ Ah, ja Mr.- ...“ Er hatte aufgelegt.
Seltsam, was war das denn? Wieder einer von Daves dummen Streichen sie reinzulegen, ihr wieder eine uminöse Quelle zu präsentieren? Gleich würde er wieder anrufen und sie daran erinnern Todd den Artikel zu geben und so tun, als ob er nichts mit der „Stimme“ zu tun hatte. Das sah Dave ähnlich. „Ein Kind im Manne“, wie er oft scherzte. Diesmal würde sie ihn reinlegen.
Sie schritt schnell in Daves Büro. Wie immer war es unordentlich. Überall standen noch Reste vom Chinesen oder McDonalds rum. Wenn es hier schon so aussah, wie sah es dann erst in seiner Wohnung aus? Der typische Junggeselle eben, aber diesen Junggesellen wollte sie haben. Er hatte so eine Art an sich, die sie jedes Mal aufs neue verzauberte. Seine Art über Dinge zu sprechen, seine kindlichen Späße und sein tolles Äußeres machten ihn auf eine Art unwiderstehlich. Sie griff in den Stapel Papiere, als es passierte.
Ein Druck baute sich in ihr auf, als ob ihr Innerstes nach Außen wollte. Sie musste sich am Schreibtisch aufstützen, dann entstand ein Geräusch, hell und laut pfeifend. Es war, als ob sie plötzlich Tinitus hätte. Die Welt begann sie um sie herum zu drehen, sie wusste, dass sie gleich Ohnmächtig werden würde. Sie sackte auf die Knie, dann hörte es so schnell auf, wie es gekommen war.
Seltsam, dachte sie. Sonst hatte sie nie solche Anfälle. War das der Stress? Sie hatte in der letzten Zeit wegen der Straßengang Story kaum geschlafen, denn die Aussteiger oder Mitglieder waren stets nur mitten in der Nacht anzutreffen gewesen. Die Angst, die sie dabei durchleiden musste, war schrecklich gewesen. Sie wurde an abgelegene Plätze gebracht. Ihr Augen wurden verbunden und sie musste sich alles, was man ihr sagte merken, denn aufschreiben oder aufnehmen ließ die Gang nicht zu. Bloße Gerüchte besagten, dass diese Gang immer in Anzügen herumlief und Familien ausraubte. Sie galten als Gentleman, denn sie taten niemandem etwas, bei ihren Raubzügen nachts durch die Gassen von Galen. Der Schein trog, denn einmal hatte sich jemand versucht zu wehren. Er und seine Familie wurden ausgelöscht. Es steckte also hinter dem Schein der Anzüge und der Manieren bloße Brutalität und die Gier nach Geld.
Das Klingeln des Telefons ließ sie aufschrecken. „ Sue, ich bin es, Dave.“, hallte es aus dem Hörer. Es klang, als sei er gerade unterwegs. „ Was gibt’s Dave?“, fragte sie und erwartete gleich darauf, dass er sie wegen seinem Artikel wieder herumscheuchen würde. Später würde er dann kommen und sie fragen, was denn der seltsame Fremde am Apparat wollte. „ Ich wollte gerade Todd deinen Artikel geben“ „Nein Sue, mach es nicht, der Artikel ist der letzte Mist!“ ,schrie er in den Hörer.. „ Das weiß Todd wohl besser, bis gleich Dave.“ „ Sue, woher weißt du, dass mein Artikel fertig ist?“, „ Tja, Honey, jeder hat so seine Quellen, bis gleich.“ Dann legte sie auf. Sein Verhalten wunderte sie schon etwas. Immerhin sprach er seit Tagen von nichts anderem. Immer sagte er ihr, dass er damit das Los zu einer großen Zeitung gezogen hatte und jetzt das? Sie nahm den Artikel und las ihn sich durch. Er war gut geschrieben und schien ihr druckfertig zu sein. Sie beschloss Todd zu fragen, was er davon hielt und machte sich auf den Weg zur Besprechung, die Dave sicherlich wieder verpassen würde. Männer eben.


* * *

Montag:12.10
Adam Grisham saß an seinem Schreibtisch und starrte auf ein Bild, wo er, seine beiden Kinder und seine Frau Sarah abgebildet waren. Es erinnerte ihn an die besseren Tage, die er und seine Familie durchlebt hatten. Mehr als fünfzehn Jahre war es her, dass dieses Foto geschossen wurde, doch hatte er es niemals gegen ein anderes ersetzt. Die besseren Tage sollten immer bei ihm sein, bei seiner Arbeit. Die Arbeit, hatte sie ihm nicht geholfen über den Tod von Sarah und seinen beiden Kindern hinwegzukommen? Er wusste es nicht, was er jedoch wusste, dass er jeden morgen wenn er aufstand den gleichen Schmerz spürte wie damals bei dem Unfall. Seine Familie und er wollten einen kleinen Abstecher in ein Restaurant machen. Am Morgen noch waren sie am Strand gewesen und hatten sich von der Sonne verwöhnen lassen. Schon damals hatte er ein hohes Amt inne und schon damals wusste er, dass die Beförderung zum Präsidenten der Firmengruppe bevorstand, er wollte es seiner Familie im Restaurant mitteilen. Doch dazu kam es nie. Ein Auto hatte all dies verhindert. Es hieß später im Protokoll, dass der Fahrer des Jeeps während der Fahrt einen Streit mit seiner Freundin gehabt hatte und dadurch abgelenkt gewesen wäre. Seine Familie brachte das nicht wieder. Oftmals träumte er noch von der Fahrt, wie sie alle sich gefreut hatten, als er ihnen erzählt hatte, dass er noch eine Überraschung für sie alle hätte.
Es gab eine Überraschung, sein Sohn Paul, Cathy und seine Frau Melinda waren plötzlich ausradiert worden und hinterließen nur noch bloße Erinnerungen.
Das Klopfen an der Tür ließ ihn aus der Vergangenheit aufschrecken. Seine Sekretärin stand an der Tür und sah ihn etwas besorgt an. Das tat sie immer, wenn sie sah, dass er in Erinnerungen schwelgte und meist klopfte sie auch nur dann.
„ Sir, ein Gespräch für sie, Todd Stevens ist am Apparat.“ Stellen sie ihn auf Leitung drei.“, sagte er und sah dabei immer noch auf das Foto, als ob er dadurch alles ungeschehen machen könnte. „ Ok, sonst noch was, Sir?“ „Nein, danke, das war es, Camille.“, war seine knappe Antwort.“ Die Tür schloss sie und einige Sekunden später klingelte sein Telefon.
Er holte einmal tief Luft, um die düsteren Erinnerungen beiseite zu wischen und griff zum Hörer, es war Zeit endlich den Plan in die Tat umzusetzen.




* * *
Die Nacht hatte sich gezogen. Ohne die Hilfe von Energydrinks und Kaffe, hätte ich sie wohl kaum überstanden. Immer wieder schaute ich zur Uhr. Das Gefühl, dass sie sich nicht bewegte beschlich mich die ganze Nacht über. Weiter als warten konnte ich nicht und zu mehr war ich auch nicht in der Lage. Ich überlegte, ob ich nicht einfach bei Todd zu Hause anrufen sollte, einfach so als Spaß und Rache, weil er mich gefeuert hatte. Nein, nicht er war daran Schuld gewesen, sonder einzig und alleine McCoi.
Als die ersten Sonnenstrahlen durch das Fenster schienen, raffte ich mich aus meiner starren Sitzposition auf und ging unter die Dusche. Den Fernseher ließ ich laufen. Die nächtlichen Stunden hatte ich mit DVD schauen verbracht. Irgendwelche Action- und Horrorfilme hatte ich mir angeschaut, um mich abzulenken und wach zu bleiben. Ich hätte auch auf ein schwarzen Bildschirm schauen können. Von den Filmen bekam ich so gut wie nichts mit, immer wieder musste ich an den Fluch denken und wie es jetzt weitergehen sollte. Immerhin wusste ich, wer dahinter steckte. Was ich bloß nicht wusste war, wie ich den Fluch stoppen konnte. Endlose Gedankengänge quälten mich die Nacht. Ich musste daran denken, wie ich mich in die Sekte eingeschleust hatte. Mehrere Wochen war ich dort und hatte Informationen gesammelt. Irgendwann flog ich auf und die Folter begann.
Das kalte Wasser in der Dusche ließ die schrecklichen Erinnerungen wieder hochsteigen. Den Kopf unter Wasser, dann das Gefühl von Schwerelosigkeit, als das Bewusstsein dahinzugleiten drohte. Der einsetzende Atmungsreflex, dass Wasser, dass in meine Lungen drang. Das Brennen in meinem Körper. Dann wurde der Kopf wieder aus dem Wasser gezogen und ich wurde abermals befragt. Sie verhörten mich Tage, vielleicht sogar Wochen, das Zeitgefühlt verlor ich schnell. Nach dem Wasser folgte das Feuer. Ich öffnete wieder meine Augen. Die Bilder waren zu grauenhaft, ich stellte das Wasser ab.
Als ich aus der Dusche kam, wickelte ich mich in ein Handtuch, damit die Kälte nachließ . Der Föhn summte und ich dachte wieder daran, was gestern alles passiert war. Sue hatte sich merkwürdig verhalten. Gut, wer hatte das gestern nicht? Ich wusste nicht, wie oft ich in diesem Bus aufgewacht bin, wie oft ich gestern überhaupt gefeuert wurde und wie oft ich in dieser beschissenen Kneipe war. Alles schien so Surreal. Das Feuer von damals kam mir wieder in den Sinn, nein nicht das Feuer, sondern der Föhn. Verdammt, ich hielt den Föhn seit gut einer Minute auf eine Stelle, - klar, dass einem dann Feuer in den Sinn kommt. So etwas passiert, wenn man mit den Gedanken nicht in der Gegenwart bleibt, dachte ich und machte den Föhn aus und schleuderte ihn in die Ecke. Er zersprang. Es war mir egal, war sowieso nur ein Geschenk meiner Ex und ich konnte ihn nie besonders leiden. Ich verließ das Bad, ging ins Wohnzimmer, schaltete den DVD-Player aus und zog mich an. Hatte ich es geschafft? War endlich Dienstag? Wieso hatte ich bloß nicht früher daran gedacht? Das war doch der Grund für meinen nächtlichen Marathon gewesen, so viel wieder zu dem Thema Gegenwart. Ich wusste es nicht und so ging ich aus meinem unordentlichen Schlafzimmer, nur mit einer Jeans bekleidet, in das noch chaotischere Wohnzimmer und schaltete die Nachrichten ein.

Guten Morgen, wir haben 7.00 Uhr und einen herrlichen Dienstag ...

Erleichterung , gepaart mir Freude machte sich in mir breit. Ich hatte es tatsächlich geschafft!
McCoi war besiegt, der Fluch war aufgehoben! Ich sprang durch die Wohnung, stolperte ab- und zu über irgendwelche Pizzakartons, doch das war mir egal. Mitten in meinem Freudentanz hatte ich das Gefühl, als ob mir jemand in den Magen und dann überall hin treten würde. Der Schmerz ließ mich auf die Knie sinken. Die ganz Luft wurde aus mir herausgepresst und ich hatte das Gefühl, als ob da noch mehr folgen sollte. Ich schloss die brennenden Augen. Das Gefühl verstärkte sich von Sekunde zu Sekunde. Es schien, als ob mein Körper weggezogen werden würde. Ein Sirren entstand in meinem Kopf, es wurde lauter und heller. Es war wie Tinitus. Es nahm an Lautstärke zu. Ich sackte ganz zu Boden und begann von Krämpfen hin und hergeschüttelt zu werden. Kurz öffnete ich die Augen, dann begann es schwarz zu werden und ich war dankbar dafür, dass die Ohnmacht einsetzte.



* * *
Montag: 12.10
„Nein, Sue ich verstehe es nicht! Du hattest Wochen Zeit, jeder Chef hätte dich gefeuert, verdammt noch mal, sehe das von meinem Standpunkt aus! Wir brauchen Artikel und ich kann nicht auf jeden Rücksicht nehmen. Schreibe den Artikel fertig und gebe ihn an die Drucker weiter!“, hallte es quer durch alle Räume der Galen Times. Sue Baker stand mit hoch rotem Kopf vor ihrem Chef und hätte ihn am liebsten erschossen. Dieser Idiot forderte wieder einmal von ihr den Artikel abzudrucken, doch sie würde nicht nachgeben.
„Du hast Daves Artikel, meine Fresse Todd, der Artikel ist klasse. Die Leser werden sich auf die Ausgabe stürzen!“, schrie sie ihm entgegen. „Nein, Sue, dass werden sie nicht. Niemand wird diesen Artikel lesen, Dave ist raus aus der Sache!“ „Wie raus?“, fragte Sue und ein beklemmendes Gefühl beschlich sie. „Sue, Dave hätte den Artikel niemals schreiben dürfen, ich muss ihn feuern oder sonst werden wir alle bald auf der Straße leben.“, versuchte er ruhig zu sagen, doch er war zu aufgebracht um auch nur einen normalen Satz zu formulieren.
„Du hast... das kannst du nicht... IDIOT!“, schrie Susan und knallte die Tür hinter sich zu. Als sie an den Büros vorbei ging sahen sie alle an. Jeder schien mitbekommen zu haben, was in Todds Büro gerade besprochen worden war. Das war eben das Problem bei kleinen Büros, die nur durch dünne Glastüren getrennt waren, jeder bekam alles mit.„ Was starrt ihr Idioten so?! Arbeitet!“, herrschte sie alle an und jeder in der Redaktion machte sich sofort an die Arbeit.
Sie verstand Todd nicht. Wusste er denn nicht, dass er damit den besten Reporter entließ? Das er damit Daves Zukunft ruinierte? Sie fühlte sich schuldig Dave gegenüber, immerhin hatte sie Todd den Artikel gezeigt und Dave hatte sie angefleht es nicht zu tun.
Jemand anderes wollte es aber, die Stimme. Woher wusste sie eigentlich davon? Gab es sie wirklich oder war das auch eine Reaktion ihres überstressten Körpers gewesen.
Sie hatte eine Idee, wenn er bei ihr angerufen hat, dann konnte sie ihn womöglich zurückverfolgen.
Die Bürotür flog hinter ihr zu, die Scheibe im Inneren der Tür klirrte heftig und schien fast schon herauszuspringen, fing sich aber dann. Sue öffnete die oberste Schublade ihres Schreibtisches und alles darin war ordentlich aufgeräumt. Büroklammern oben rechts, Bleistifte unten rechts, Papier oben links, Kalender unten links und in der Mitte ihre Datenkabel für das Handy.
Sie öffnete die Dateien „Anrufprotokoll“ und versuchte die Datei mit dem Namen „unbekannter Anrufer“ zu öffnen und somit die Nummer herauszufiltern. Nach wenigen Minuten und einigen Tricks, die sie sich beigebracht hatte, wählte sie die Nummer. Sie hielt den Atem an und hörte das Blut in ihren Ohren rauschen.



* * *
Dienstag: 13.10
Käse, der Gestank von altem Käse stieg mir in die Nase und ich musste würgen. Ich hatte das Gefühl, als ob ich die letzte Nacht durchgefeiert hätte. Meine Augen gehorchten mir im ersten Moment nicht richtig, doch dann öffneten sie sich und ich sah, weshalb es hier nach Käse roch. Mein Kopf war in die Überreste einer Pizza gelandet. Ich versuchte mich aufzusetzen, doch es gelang mir erst nicht, da ein Schwindelgefühl aufkam und mir sofort schlecht wurde.
Ich schloss die Augen und versuchte mich zu erinnern, was passiert war. Es war Dienstag und weiter? Sirren, Schmerz und dann die Ohnmacht. Hatte McCoi einen neuen Fluch ausgesprochen, der mich foltern sollte? Zuzutrauen wäre es ihm ja, dachte ich und hievte mich langsam an dem Tisch hoch. Sobald das Schwindelgefühl einsetzte stockte ich in der Bewegung, bis es wieder verschwand. Als ich es endlich auf den Stuhl geschaffte hatte, schmerzten meine Arme von der Anstrengung. Ich streckte sie ein wenig und berührte dabei etwas in meinem Haar. Ich erschrak, was hatte jemand mit mir gemacht, während meiner Ohnmacht? Ich betastete es vorsichtig und zog ein wenig daran. Es gab nach und als ich sah, was ich da in den Händen hielt musste ich anfangen zu lachen, es war Käse.
Nachdem ich die Reste aus meinem Haar gezogen hatte ging ich zurück in das Schlafzimmer, holte meine Jacke und machte mich auf den Weg, dabei immer darauf bedacht nicht zu schnel zu gehen, denn das Schwindelgefühl hatte sich noch nicht vollkommen gelegt. Doch wohin sollte ich gehen? Zu Todd? Das war keine gute Idee. Ich blieb vor der Tür stehen und dachte nach. Wer konnte mir helfen und wem konnte ich überhaut noch vertrauen? Sue? Sue wäre eine gute Lösung gewesen, wenn sie nicht von dem fertigen Artikel gewusst hätte.
Mein Handy vibrierte. „ Ich an ihrer Stelle würde ein Stockwerk nach oben gehen und mich ruhig verhalten.“, sagte eine verzerrte Stimme. Als ich etwas antworten wollte hatte sie aufgelegt.
Das Gefühl beobachtet zu werden beschlich mich und langsam öffnete ich die Tür. Schritte hallten von unten hoch. Verdammt, woher wusste die Stimme davon. Ich verließ meine Wohnung, schloss langsam die Tür und schlich nach oben, immer darauf bedacht zu hören wie nahe die Besucher waren und was sie wollten.
Es klopfte und eine Stimme war zu hören.“ Dave Johnson! Öffnen sie bitte die Tür!“
Vorsichtig spähte ich um die Ecke und über das Geländer. Es standen 3 Männer in Anzügen vor der Tür. Jeder von ihnen hatte eine Sonnenbrille auf. „Los brech’ die Tür auf.“ Sagte ein Mann, der eine Glatze hatte. Der Mann, der vor der Tür stand hatte einen kurzen Militärhaarschnitt. Er zog etwas aus der Tasche und machte sich am Türschloss zu schaffen. Die anderen beiden schauten, ob auch niemand sie dabei beobachtete. Ein kurzes Knacken war zu hören, dann schwang die Tür auf und zwei der drei Männer gingen hinein, der andere wachte an der Tür.
Verdammt, wie sollte ich an ihm vorbeikommen?, fragte ich mich und schaute weiter ungläubig zu. Aus meiner Wohnung drang Lärm, als ob jemand alle Gegenstände zu Boden warf um zu sehen, ob ich mich nicht vielleicht darunter verstecken würde. Der Typ vor der Tür schien das alles zu überhören, er starrte nur geradeaus, jedenfalls seine Sonnenbrille schaute dorthin.
Ich kam nicht an dem Kerl vorbei ohne entdeckt zu werden, also musste ich ihn ablenken und ich hatte auch schon eine Idee wie. Ich griff in meine Tasche und wählte meine eigene Nummer. Wenn ich richtig lag mit meiner Vermutung, würden die drei gleich wieder weg sein. Ich wartete kurz und hörte dann mein eigenes Telefon läuten. Plötzlich herrschte Stille in der Wohnung, nur Schritte waren zu hören. „Los nimm ab.“, sagte der eine.
„Hallo, wer da?“, hörte ich aus der Wohnung und etwas verzögert aus meinem Telefon. „Ich bin es McCoi, raus aus der Wohnung Johnson wurde gerade gesichtet. Weitere Anweisungen, wenn ihr unten seit.“, flüsterte ich mit verstellter Stimme in mein Handy und hoffte, dass es klappen würde. „Ist gut.“, war die knappe Antwort und die Männer verließen meine Wohnung und verschwanden. Ich sah ihnen nach, bis ich die Eingangstür im Erdgeschoss zuknallen hörte.
Ich atmete erst einmal tief durch. Sie waren wirklich von McCoi gewesen und ihre Statur und das Einbrechen verhieß nichts gutes, McCoi war auf der Suche nach mir und schickte nun seine Bruthalos. Wenigstens waren sie so dumm, dass sie die verstellte Stimme nicht bemerkt hatten.
Ich stieg die Treppen hinunter und machte mich auf das schlimmste gefasst. Doch die Wohnung sah aus wie immer. Seltsam, ich hatte doch gehört, wie sie alles umgeworfen hatten. Ich stand vor der Tür und machte einen Schritt nach vorne. Ein leises Piepen ertönte. Verwundert machte ich noch einen Schritt nach vorne. Das Piepen war nun lauter. Ich durchsuchte das Wohnzimmer, fand nichts, das Piepen musste von wo anders herrühren. Ich ging in die Küche, es roch leicht nach Benzin und dort herrschte Verwüstung. Nicht nur das, die Mikrowelle war angestellt und in ihr befanden sich Deoflaschen, Spiritus und andere leicht entzündliche Gegenstände. Sobald die Mikrowelle die Sachen zum explodieren bringen würde, wäre ich dem Feuer ausgesetzt und den giftigen Dämpfen. Ich wusste, dass es jeden Moment zur Explosion kommen würde, denn bei diesen hochexplosiven Stoffen reichten einige Minuten aus und alles flog in die Luft. Ich drehte mich um und wollte wegrennen. Plötzlich war dieses Gefühl wieder da. Etwas zerrte an mir, mir wurde schwindelig. Ich schüttelte meinen Kopf, doch es brachte nichts. Das Geräusch kam wieder auf. Hell, sirrend wurde es immer lauter, mein Kopf schien förmlich zu explodieren und in diesem Moment hörte ich einen lauten Knall.

* * *
Montag: 12.10
„Todd Stevens, Galen Times, was kann ich für sie tun?“, erklang es aus Sues Handy. „Todd, wieso hast du auf meinem Handy angerufen?“, fragte Sue etwas stockend. Sie hatte mit allem gerechnet, aber nicht damit, dass Todd der Anrufer war. „Sue, sag mal was soll das? Ist das jetzt die Rache wegen deines Artikels oder für Dave? Ich habe gerade jemanden hier und bin nicht gerade für solche Art für Späße gelaunt und angerufen habe ich dich nicht!“, sagte Todd etwas verärgert. „Natürlich hast du das. Vorhin kurz vor der Besprechung hat mich jemand angerufen und ich habe die Nummer zurückverfolgt und sie angerufen.“
„Ich war es aber nicht. Pass auf Sue, du scheinst mit den Nerven fertig zu sein. Der Artikel mit der Straßengang hat dich vielleicht mehr gestresst, als uns beiden lieb ist. Nehme dir die Woche frei, schreibe deinen Artikel fertig und gebe ihn mir Montagmorgen.“, sagte er und versuchte dabei einen vertrauten Ton zu treffen, was ihm misslang. Es klang eher wie, wenn ein Vater seinem Sohn schon tausendmal erklärt hatte, dass man andere Kinder nicht schlägt und er es trotzdem nicht verstand. „ Okay, Todd, danke.“, sagte sie mit einer müden Stimme.
Sie ging zu ihrem Büro, packte ihre Sachen und machte sich auf den Weg nach Hause. Sue war verwirrt. Todd rief auf ihrem Handy an und er war es nicht? Was sollte sie davon halten? Der Morgen war mehr als merkwürdig. Erst die Stimme, dann der Schwindelanfall und jetzt bekam sie frei. Das passte alles nicht zusammen.
Sie ging hinter das Gebäude zu dem Parkplatz der Galen Times. Der Wind war immer noch kräftig, doch hatte es aufgehört zu regnen. Sie musste quer über den ganzen Parkplatz, um zu ihrem Ford zu kommen. Er war schon alt, doch hing sie so an ihm. Sie hatte ihn sich damals gekauft, kurz nach der Trennung. Schon bald brachte er sie zu ihren Storys, Orte und Plätze von Verbrechen oder anderen Dingen, über die es zu schreiben galt. Es waren noch gut 70m zu ihrem Fahrzeug, als ein Quietschen sie aus den Gedanken riss. Sie drehte sich um, ein Auto kam mit hoher Geschwindigkeit auf sie zu. Ihr stockte der Atem, sie wusste nicht, was sie tun sollte, Verwirrung und Panik bahnten sich durch ihren Körper. Der Jeep beschleunigte nochmals. Sue blieb stehen, außer Lage irgendwie sich zu bewegen, sie starrte nur den Jeep an. Zehn Meter, dann fünf. Sie würde es nicht mehr schaffen, dachte sie und spannte ihre Muskeln für den unvermeidlichen Zusammenstoß an. Es quietschte wieder, der Wagen hielt genau vor ihr. Nur das Geräusch des laufenden Motors war zu hören, aber jemand aus dem Auto noch Susan rührten sich vom Fleck. Bloße Stille.
Ihr Herz raste weiterhin ununterbrochen und sie atmete schwer. Was sollte das? Will sie jemand einschüchtern? Dann hatte er es geschafft.
Sie versuchte etwas durch die getönte Frontscheibe etwas zu erkennen, doch wenn sie jemand im Inneren rührte, konnte sie es nicht erkennen.
Eine Windböe riss an ihrer Kleidung und trug den Geruch von Benzin zu ihr herüber. Dann plötzlich öffnete sich die Tür. Nur einen Spalt breit. Etwas viel polternd zu Boden. Die Beifahrertür schloss sich wieder und der Jeep setzte sich in Bewegung und fuhr langsam an ihr vorbei. Ihr Kopf verfolgte jeden Meter des Autos, bis es schließlich abbog und hinter den geparkten Autos verschwand.
Sie atmete tief durch und sammelte sich etwas, dann ging sie zu dem Gegenstand und hob ihn auf. Es war ein Handy.
Neustes Modell, dachte sie und schaute es sich genauer an. Es fing an zu vibrieren und vor Schreck hätte sie es beinahe fallen gelassen. Sie drückte auf die Rufannahmetaste und hielt sich das Handy an das Ohr, gespannt darauf, wer so eine Show abzog, nur um ihr das Handy zu geben.
„In 30 Minuten am Washington Platz. Fahren sie mit dem Bus oder nehmen sie sich ein Taxi.“, sagte wieder diese seltsame verzerrte Stimme und legte auf.
Verwundert sah sie auf das Gerät. In was war sie hier hineingeraten? Sie musste es herausfinden, sollte der Anrufer die Absicht gehabt haben ihre Neugierde zu wecken, so hatte er es geschafft.
Ihr Schritte hallten auf dem Parkplatz wieder, sie rannte um noch den Bus zum Washington Platz zu bekommen. Der Bus fuhr schließlich nur jede halbe Stunde und sie hatte keine Lust ein überteuertes Taxt zu nehmen oder sogar dorthin zu laufen, dass würde sie niemals schaffen. Sie sah den Bus schon von weiten an die Haltestelle heranfahren. Los Sue nur noch wenige Meter, dann hast du es geschafft. Komm noch ein Stückchen und du bist da, sagte sie sich immer und beschleunigte dabei nochmals ihr Tempo.
Eine Menschentraube versammelte sich vor dem Bus und drängten hinein. Sie verlangsamte ihr Tempo und musste fast lächeln, sie hätte sich nicht so verausgaben müssen, immerhin waren hier doch alle Busse stets und ständig überladen.
Als sie im Bus war quetschte sie sich neben einem Mann mit einer Schirmmütze, der nach draußen sah. Die Fahrt verlief ereignislos, bis zu dem Zeitpunkt, als sich ein Mann als Fahrkartenkontrolleur ausgab. Mist, dachte sie und suchte sich nervös und hilfesuchend um. Sie hatte keine Karte gezogen und sobald sie kontrolliert würde, würde sie auffliegen und an der nächsten Haltestelle müsste sie aussteigen.
Der Mann neben ihr schien ähnliches zu denken, denn plötzlich erwachte er aus seiner starren Haltung und sah nach vorne zu dem Kontrolleur. Hektisch stand er auf, schob Sue unsanft zur Seite und bahnte sich seinen Weg nach hinten. Dem Kontrolleur blieb das nicht verborgen und er schrie hinter dem Mann her. „ Hey, Sie, bleiben Sie stehen!“ Der Kontrolleur rannte den Gang entlang und packte sich den jungen Mann mit der Schirmmütze. Der Mann wehrte sich und wollte irgendwie sich aus dem Griff befreien, doch der Kontrolleur blieb hart.
Der Bus machte halt und der Schwarzfahrer zusammen mit dem Kontrolleur stiegen aus.
Dann ging die Fahrt weiter. Wärme breitete sich in ihr aus, sie hatte wirkliches Glück gehabt.
„Nächster Halt Washington Platz“, erklang eine elektronische Stimme und schallte durch den Bus. Susan stand auf, ging zur Tür und stieg aus. Das Wetter war nun wesentlich milder und wärmer geworden. Sie beschloss den Mantel zu öffnen, damit sie sich ein wenig erfrischen konnte. Dann schaute sie sich um.
Ein Denkmal von George Washington stand im Zentrum des Platzes. Der graue Riese erhob sich aus der Menschenmasse und einen Finger hielt er in der Luft und sein Gesicht sah streng auf sie alle hinab. Die Menschen liefen auf dem ganzen Platz verstreut umher. Niemand sah so aus, als wolle er mit ihr reden.
Sue fädelte sich in die Menschenmasse mit ein, um einmal den Platz, damit der Anrufer sie sehen konnte. Sie schaute auf die Uhr, noch etwa zwei Minuten, dann war es genau 14.00 Uhr, die vereinbarte Zeit.
Immer wieder schaute sie sich um, ob jemand ihre Bewegungen verfolgte, aber die Menschen interessierten sich bloß für das Denkmal und für die Informationstafeln. Die Uhr schlug zwei mal und mit dem ersten Schlag vibrierte ihr Handy.
„ Gut sie sind auf dem Platz. Greifen sie in ihre rechte Manteltasche. Dort ist ein Ipod. Hören sie sich die Nachricht genau an.“ Dann legte die verzerrte Stimme wieder auf.
Sue griff in die Jackentasche und zog einen kleinen MP3player hervor. Sie steckte sich die Kopfhörer in ihr Ohr und schaltete ihn ein. Sie rief die einzige Musikdatei im Menü auf und lauschte den Anweisungen.
„ Hallo Susan, ihre Arbeitsstelle ist nicht mehr sicher. Ihr Auto ebenso wenig. Ihre Wohnung wird gerade „gereinigt“. Das Wort gereinigt sprach die Stimme mit Betonung aus. Nehmen sie sich ein Hotelzimmer. Ich würde ihnen das Plaza empfehlen, sagen sie vorne an der Rezeption, sie seien Miss. Ford. Sie werden sich sicher fragen, warum jemand sie verfolgt oder warum sie mitten auf einem Platz stehen und sich eine Datei anhören. Die Antwort ist ganz einfach, jemand will sie umbringen. Folgen sie meinen Anweisungen und sie kommen lebend aus der Sache heraus.
Gehen sie in das Hotel, ruhen sie sich aus und rufen sie morgen früh Dave Johnson an, aber erst nach 15.00 Uhr.
Übrigens, sollten sie vorhaben Todd zu erreichen, so lassen sie es bleiben. Seine Familie wurde vor fünf Minuten tot aufgefunden und er sitzt auf dem Polizeirevier als Hauptverdächtiger. Seine Fingerabdrücke wurden auf der Tatwaffe gefunden. Nehmen sie das als Warnung, wozu die Gruppe fähig ist."

Dann war die Datei zu Ende. Die Stimme hatte wieder einen Verzerrer benutzt, um möglichst unerkannt zu bleiben. Die Nachricht von Todd hatte sie kurz stehen bleiben lassen, damit sie den Schock erst einmal verarbeiten konnte. Sie konnte sich nicht vorstellen, dass er so etwas machen konnte. Gut, er war manchmal ein Hitzkopf, aber ansonsten ein netter Kerl. Sie entfernte sich von dem Platz und ging Richtung Plaza, das Hotel war nur wenige Hundert Meter entfernt und zählte zu den teuersten in der ganzen Stadt. Sie hörte sich das Band auf dem Weg noch einige Male an, um irgendetwas herauszuhören, etwas aus dem Hintergrund störte sie, aber was? Ein Gespräch war es, nein eher ein Streit. Er kam ihr bekannt vor.
Dann fiel es ihr ein. Im Hintergrund war ihr Streit mit Todd zu hören. Es war als jemand aus der Redaktion, aber wer? Sie bleib abrupt stehen und wurde von hinten unsanft angerempelt. „Ey, alte, pass doch mal auf!“, sagte ein Mann in verlumpten Sachen und schaute sie wütend an. „ Als Entschädigung gibst du mir deinen Ipod Schätzchen!“ Bevor sie reagieren konnte riss der Kerl ihr den Mp3player aus der Hand und rannte davon. Sue hinter ihm her. Doch er war zu schnell, sie konnte mit ihren hochhackigen Schuhen kaum mithalten und die Entfernung wuchs. Der Mann rannte um sein Leben quer durch die Menschenmasse, die sie auf den Washington Platz hin bewegte, genau in die Gegenrichtung von Sue. Der Mann rannte in eine Gasse und verschwand hinter einer Ecke. Sue kam kaum gegen die Menschen an und sie handelte sich einige Rempler ein und viele traten auf ihre teuren Schuhe, das aber interessierte sie nicht. Sie musste den Player wiederhaben, ansonsten konnte jeder von ihrem Versteck erfahren. Als sie um die Ecke bog wäre sie fast in die zwei Männer gelaufen, die dort standen. Einer davon war der verlumpte Mann, der andere war ganz in Weiß gekleidet und hielt ihren Mp3player in der Hand.
Erschrocken drehten sich die beiden Männer um und sahen ihr genau ins Gesicht. Susan bremste vor dem verlumpten Mann ab und kam zum stehen. Der Mann in dem weißen Gewand schaute sie mit den großen Froschaugen an, nickte dem Verlumpten zu und dieser holte einen Schlagring hervor. Susan musste schwer schlucken, schon wieder war sie in Gefahr, doch ob die Situation diesmal so glimpflich enden würde bezweifelte sie, denn der Mann kam direkt auf sie zu und hob seine Faust....

Fortsetzung folgt...